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01.04.2020 | 

Die Schulen sind geschlossen!

Wie geht lernen digital?

In fast allen Ländern der Erde sind flächendeckend die Schulen geschlossen. Über 1,5 Milliarden Kinder dürfen momentan ihre Schulen nicht besuchen. Das sind knapp 90% aller Schülerinnen und Schüler weltweit. Aktuelle Zahlen und Grafiken dazu hier:

en.unesco.org/themes/education-emergencies/coronavirus-school-closures

 

Kein Wunder, dass jetzt viele digitale Lernangebote entstehen! Doch woran erkenne ich gute Angebote? Und was sollte ich bei Kursen aus dem Internet beachten? Die wichtigsten Kriterien sind Qualität und Kosten der Angebote, sowie der Umgang mit den User-Daten. Auch wenn die Versuchung vielleicht groß ist, das Kind vor ein Bildungsprogramm zu „parken“, um sich ein wenig kostbarer Zeit zu verschaffen – es lohnt sich, jedes Angebot genau unter die Lupe zu nehmen. Allgemein gilt: Achten Sie auf die Quelle! Staatlich finanzierte Institutionen wie öffentlich rechtliche Medien, Museen oder staatliche Bildungsträger haben einen gemeinnützigen Auftrag. Ihre Programme sind in der Regel qualitätsvoll und kostenlos. Auch profitorientierte Privatunternehmen bieten oft empfehlenswerte Programme, allerdings sind diese meist auf Werbung, das Sammeln von gewinnträchtigen User-Daten oder Einnahmen aus dem Verkauf ihrer Angebote angewiesen. Achten Sie also auch stets darauf, welche Daten Sie angeben (müssen) und werden Sie stutzig, wenn Sie nach Kopien von Ausweisen gefragt werden.

 

Ein gutes Programm sollte den Kindern Spaß machen und das zu erwerbende Wissen bzw. die zu trainierende Fähigkeit auf kleine „Portionen“ aufteilen. Insgesamt sollte man darauf achten, dass die Kinder einen abwechslungsreichen Tag haben – dass neben konzentriertem Kompetenzerwerb auch genug Zeit für freies Spiel, kreativen Ausdruck und Bewegung bleibt. Und gönnen Sie Ihrem Kind die Freiheit, selbstständig Aktivitäten und Vorlieben zu entwickeln. Das große Angebot an Förder- und Lernmaterial bietet viele tolle Möglichkeiten, aber lassen sie sich dadurch nicht unter Druck setzen. Auch Sie können nicht alle neuen Yogaeinheiten, Kochvideos und Sprachkurse nutzen, die gerade ins Netz gestellt werden. In Krisenzeiten wie dieser ist emotionale Sicherheit besonders wichtig. In einigen Jahren wird sich ihr Kind vielleicht nicht mehr daran erinnern, was es während „Corona“ gelernt hat. Wie es sich gefühlt hat, merkt es sich ganz sicher! 

 

Wenn Sie auf der Suche nach empfehlenswerten Aktivitäten sind oder sich über die momentane Situation austauschen wollen, besuchen Sie doch unsere Facebookgruppe digikidscampus @home

 

Ein laufend ergänzte Sammlung an Empfehlungen finden Sie auch unter: digikidscampus.at

 

Hier noch ein paar Links zu weiterführenden Informationen:

Die Arbeiterkammer hat eine informative Themensammlung zu Datenschutz zusammen gestellt, etwa über „Datengierige Apps“ oder „Online-Spiele: Spione im Kinderzimmer“: wien.arbeiterkammer.at/beratung/konsumentenschutz/datenschutz/index.html

 

Zu sicherem Bezahlen im Internet gibt hier ausführliche Informationen:

www.ombudsmann.at/media/file/86.Sicheres_Bezahlen_im_Internet_komplett.pdf

 

Auch Rat auf Draht sammelt kreative Ideen für Freizeit-Aktivitäten (Zielgruppe Jugendliche):

www.rataufdraht.at/themenubersicht/tipps-info/social-life-wahrend-corona

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